Wenn es um unsere privatesten Körperbereiche geht, sind wir natürlich besonders feinfühlig. Diese Sensibilität betrifft die eigene Wahrnehmung, die Wahrnehmung von außen und natürlich das Sprechen darüber.
Vergrößerte innere Schamlippen können aus verschiedenen Gründen zu Beeinträchtigungen oder Unwohlsein führen – sei es beim Sport, beim Tragen enger Kleidung oder in der Intimität. Es ist für mich äußerst wichtig, Sie bei diesem Thema sensibel und einfühlsam zu begleiten.
In meiner Praxisklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie in München führen wir sehr regelmäßig und routiniert Schamlippenverkleinerungen (Labioplastik) durch. Uns ist in Absprache mit Ihren Wünschen und Vorstellungen ein natürliches, harmonisches Ergebnis äußerst wichtig.
Vergrößerte innere Schamlippen sind in den meisten Fällen genetisch bedingt und keine Folge äußerer Einflüsse. Auch hormonelle Veränderungen in der Pubertät, Schwangerschaft und Geburt oder altersbedingte Gewebeveränderungen können die Größe und Form der Schamlippen beeinflussen. Wichtig ist: Es gibt keine „normale" Größe – die Bandbreite ist sehr groß und jede Anatomie ist individuell.
Von einer behandlungswürdigen Vergrößerung sprechen wir, wenn die inneren Schamlippen so ausgeprägt sind, dass sie körperliche Beschwerden verursachen – zum Beispiel Reibung beim Sport, Einschränkungen beim Radfahren, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder wiederkehrende Reizungen. Aber auch ein rein ästhetischer Leidensdruck ist ein vollkommen nachvollziehbarer Grund, sich vertrauensvoll an mich zu wenden.

Bei der Trim-Methode wird der überstehende Rand der inneren Schamlippen entlang ihrer gesamten Länge gekürzt. Diese Technik eignet sich besonders, wenn der Gewebebüberschuss gleichmäßig verteilt ist oder wenn gleichzeitig eine dunklere Pigmentierung am Rand als störend empfunden wird. Die Naht wird mit selbstauflösenden Fäden verschlossen.
Die Trim-Methode ist die klassischste Technik der Schamlippenverkleinerung und ermöglicht eine gleichmäßige Reduktion entlang des gesamten Randes. Da der überstehende Rand direkt entfernt wird, lässt sich auch eine auffällige Pigmentierung am Lippenrand korrigieren.
Die Narbe verläuft am neuen Lippenrand und heilt in der empfindlichen Schleimhaut in der Regel sehr gut und unauffällig ab. In der Beratung beurteile ich, ob die Trim-Methode für Ihren individuellen Befund die optimale Technik ist oder ob eine andere Methode das harmonischere Ergebnis erzielt.
Bei der Keilresektion wird ein keilförmiges Stück Gewebe aus der Mitte der Schamlippe entfernt und die verbleibenden Ränder zusammengenäht. Der Vorteil: Der natürliche Lippenrand bleibt erhalten, was ein besonders natürliches Ergebnis erzielt. Diese Technik eignet sich besonders bei lokalisiertem Gewebeüberschuss in der Mitte der Schamlippen.
Die Keilresektion (Wedge-Methode) wird häufig bevorzugt, weil der natürliche, leicht gewellte Lippenrand unangetastet bleibt. Das Ergebnis wirkt dadurch besonders natürlich und unauffällig. Die Narbe liegt im inneren Bereich der Schamlippe und ist nach Abheilung kaum zu erkennen.
Diese Technik kann bei Bedarf mit einer Reduktion des Klitorismantels kombiniert werden, wenn auch dort ein Hautüberschuss vorliegt. In der Beratung bespreche ich mit Ihnen, welche Technik zu Ihrem individuellen Befund passt und das harmonischste Ergebnis verspricht.
Die inneren Schamlippen werden nicht einfach nur gekürzt – es findet eine dreidimensionale Verkleinerung statt, um ein harmonisches und ausbalanciertes Ergebnis erzielen zu können. Liegt ein Hautüberschuss im Bereich des Klitorismantels vor, wird auch dieser entsprechend verkleinert. Sind die äußeren Schamlippen ebenfalls betroffen, empfiehlt sich eine gleichzeitige Korrektur.
Die dreidimensionale Korrektur berücksichtigt das Zusammenspiel aller Strukturen im Intimbereich: innere Schamlippen, äußere Schamlippen, Klitorismantel und bei Bedarf den Damm. Nur wenn alle Bereiche harmonisch aufeinander abgestimmt sind, entsteht ein wirklich natürliches Ergebnis.
In manchen Fällen wünschen sich Patientinnen neben der Verkleinerung der inneren Schamlippen auch eine Volumenauffüllung der äußeren Schamlippen mit Eigenfett, um ein strafferes, jugendlicheres Erscheinungsbild zu erzielen. Die Methoden der Schamlippenkorrektur sind sehr vielfältig – in der Beratung zeige ich Ihnen alle Optionen und wir finden gemeinsam die Lösung, die am besten zu Ihren Wünschen passt.
Nachdem Sie sich im ausführlichen Beratungsgespräch über den vorzunehmenden Eingriff informieren konnten, besprechen wir im Vorgespräch zur Schamlippen-OP das konkrete Vorgehen. Auch dafür nehmen wir uns ausreichend Zeit, damit Sie im Vorfeld ein gutes Gefühl und Vertrauen entwickeln können – ohne das ein Eingriff nicht zu empfehlen ist.
Am Behandlungstag kommen Sie in unsere Praxisklinik in München. Der Eingriff wird ambulant unter Lokalanästhesie oder Dämmerschlaf durchgeführt und dauert etwa 60 bis 90 Minuten. Die Wunden werden mit selbstauflösenden Fäden versorgt. Sie können die Praxisklinik noch am selben Tag verlassen.
Erlauben Sie sich und Ihrem Körper nach der Operation so viel Schonung, wie Ihnen guttut. Aus medizinischer Sicht fallen Sie nur wenige Tage aus. Leichte Büroarbeiten können ohne Probleme bereits nach ein bis zwei Tagen wieder erledigt werden. In den ersten zwei bis drei Tagen empfehle ich lokale Kühlung und Wundpflege mittels Creme.
Auf Geschlechtsverkehr sollten Sie für vier bis sechs Wochen verzichten, um die vollständige Wundheilung sicherzustellen. Sport – insbesondere Radfahren und Reiten – sollte ebenfalls für mindestens vier Wochen pausiert werden. Lockere, nicht reibende Kleidung und Unterwäsche aus Baumwolle unterstützen den Heilungsprozess. Ich werde Ihnen natürlich Tipps geben, wie Sie die Wundheilung bestmöglich unterstützen können.

Bereits im Vorgespräch zur Operation werde ich Sie offen über mögliche, wenn auch sehr seltene Risiken der Schamlippenverkleinerung informieren. Aufgrund meiner fundierten Ausbildung im Fachgebiet der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie und der langjährigen klinischen Erfahrung im Bereich der Intimchirurgie kann ich die Risiken auf ein Minimum reduzieren.
Zu den möglichen Begleiterscheinungen gehören vorübergehende Schwellungen, leichte Blutergüsse und eine gewisse Wundempfindlichkeit, die innerhalb weniger Tage abklingen. In sehr seltenen Fällen können leichte Asymmetrien oder Wundheilungsstörungen auftreten. Die Sensibilität des Gewebes bleibt bei fachgerechter Durchführung vollständig erhalten. In einem ausführlichen Aufklärungsgespräch informiere ich Sie transparent über alle Risiken.