Individualität bedeutet immer auch Abweichungen vom Standard in verschiedene Richtungen und das kann sich z. B. in Form einer Asymmetrie der weiblichen Brust zeigen.
Dieses Phänomen tritt sehr häufig auf und ist in der Regel genetisch bedingt, kann aber auch durch Störungen in der Brustentwicklung entstehen und z. B. zur tubulären Brust, der sogenannten Schlauchbrust, führen. Wenn Sie sich damit sehr unwohl und eingeschränkt in Ihrer Lebensgestaltung fühlen, können Sie gerne mit mir einen Termin vereinbaren, um über Ihre Vorstellungen und Wünsche zu sprechen.
In meiner Praxisklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie in München biete ich Ihnen individuelle Korrekturverfahren, die Ihre Brüste harmonisch aneinander angleichen – für ein natürliches Ergebnis und ein neues Körpergefühl.

Was ist Brustasymmetrie?
Unter Brustasymmetrie versteht man einen sichtbaren Unterschied zwischen beiden Brüsten – in Größe, Form, Position der Brustwarze oder einer Kombination aus allem. Ein gewisses Maß an Asymmetrie ist vollkommen normal und bei nahezu jeder Frau vorhanden. Von einer korrekturbedürftigen Brustasymmetrie spricht man, wenn der Unterschied so ausgeprägt ist, dass er als störend empfunden wird und die Lebensqualität beeinträchtigt.
Die Ursachen sind vielfältig: Genetische Veranlagung, Störungen in der Brustentwicklung während der Pubertät, hormonelle Veränderungen, Schwangerschaft und Stillzeit oder Gewichtsschwankungen können eine Asymmetrie verursachen oder verstärken. In manchen Fällen liegt eine tubuläre Brust (Schlauchbrust) vor, bei der sich eine oder beide Brüste in ihrer Form nicht vollständig entwickelt haben. In einem persönlichen Beratungsgespräch untersuche ich Ihre individuelle Situation und zeige Ihnen, welche Korrekturmöglichkeiten für Sie infrage kommen.
Wenn eine Brust deutlich kleiner ist als die andere, kann durch ein Implantat oder durch Eigenfett ein Volumenausgleich geschaffen werden. Je nach Befund wird die kleinere Brust vergrößert, um sie an die andere anzugleichen. Bei der Eigenfett-Methode wird körpereigenes Fett schonend aus einer geeigneten Spenderstelle entnommen und in die kleinere Brust transplantiert – ganz ohne Fremdmaterial.
Die Wahl zwischen Silikonimplantat und Eigenfett hängt von der Größe des Unterschieds und Ihren individuellen Voraussetzungen ab. Bei einem moderaten Volumenunterschied von bis zu einer Körbchengröße kann Eigenfett eine hervorragende Lösung sein – besonders für Frauen, die eine natürliche, implantatfreie Korrektur bevorzugen. Bei einem größeren Unterschied oder bei Frauen mit wenig eigenem Fettgewebe ist ein Silikonimplantat häufig die bessere Wahl.
In manchen Fällen werden auch unterschiedlich große Implantate verwendet, um beide Brüste symmetrisch anzugleichen. In der Beratung zeige ich Ihnen anhand Ihrer Anatomie, welche Methode das harmonischste Ergebnis erzielt und ob gegebenenfalls eine Kombination mit einer Straffung der größeren Seite sinnvoll ist.
Ist eine Brust deutlich größer oder stärker abgesunken als die andere, kann eine einseitige Verkleinerung oder Straffung die Symmetrie wiederherstellen. Überschüssiges Gewebe und Haut werden entfernt, die Brustwarze in eine harmonische Position versetzt und die Brust in eine straffere Form gebracht. So wird die größere Seite an die kleinere angeglichen.
Häufig liegt bei einer Brustasymmetrie nicht nur ein Größenunterschied, sondern auch ein Formunterschied vor – eine Brust kann straffer sein, die andere stärker abgesunken. In diesen Fällen reicht eine reine Volumenanpassung nicht aus. Eine Straffung der erschlafften Seite bringt beide Brüste auf ein einheitliches Niveau und sorgt für ein harmonisches Gesamtbild.
Die Schnittführung wird individuell auf Ihren Befund abgestimmt und richtet sich nach dem Umfang der notwendigen Korrektur. In der Beratung bespreche ich transparent mit Ihnen, welche Technik auf welcher Seite zum Einsatz kommt und wie die Narben nach Abheilung aussehen werden.
Die tubuläre Brust ist eine angeborene Formvariante, bei der sich das Brustgewebe nicht vollständig entwickelt hat. Die Brust wirkt schlauchförmig mit einem verengten unteren Brustpol, einem vergrößerten Warzenvorhof und oft einem deutlichen Seitenunterschied. Die Korrektur erfordert ein besonders differenziertes Vorgehen, bei dem die Brustbasis erweitert, das Gewebe umverteilt und bei Bedarf Volumen ergänzt wird.
Die Korrektur der tubulären Brust zählt zu den anspruchsvollsten Eingriffen in der Brustchirurgie, da mehrere Aspekte gleichzeitig adressiert werden müssen: die verengte Brustbasis, der fehlende untere Brustpol, der oft vergrößerte Warzenvorhof und ein möglicher Seitenunterschied. Je nach Ausprägung können verschiedene Techniken kombiniert werden – Gewebeumverteilung, Implantat, Eigenfett und Warzenvorhofverkleinerung.
Gerade bei der tubulären Brust ist die Erfahrung der behandelnden Chirurgin entscheidend für das Ergebnis. In meiner Praxisklinik habe ich zahlreiche Korrekturen dieser Art durchgeführt und die Technik individuell auf jeden Befund abgestimmt. In der Beratung erkläre ich Ihnen ausführlich, welche Schritte notwendig sind und welches Ergebnis realistisch ist. Bei ausgeprägten Fehlbildungen kann eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse beantragt werden.
Vor dem Eingriff findet ein ausführliches Beratungsgespräch statt, in dem ich beide Brüste sorgfältig untersuche, den Grad und die Art der Asymmetrie beurteile und gemeinsam mit Ihnen den individuellen Behandlungsplan festlege. Am Operationstag kommen Sie morgens nüchtern in unsere Praxisklinik in München. Die geplanten Schnittlinien und Korrekturen werden individuell angezeichnet.
Der Eingriff dauert je nach Umfang und Kombination der Verfahren eineinhalb bis drei Stunden und findet in Vollnarkose statt. Nach der Operation erholen Sie sich in Ihrem Zimmer und verbringen in der Regel eine Nacht in unserer Praxisklinik. Am Folgetag dürfen Sie in Begleitung einer Vertrauensperson nach Hause gehen.

Duschen und Haare waschen ist schon am ersten Tag nach der Operation möglich. Eine erste Kontrolle findet fünf bis sieben Tage nach dem Eingriff statt. Der Fadenzug erfolgt nach zehn bis vierzehn Tagen.
In den ersten sechs Wochen tragen Sie den Kompressions-BH Tag und Nacht. Die ersten zwei Wochen sollten Sie sich körperlich schonen und auf schweres Heben verzichten. Sportliche Aktivitäten sind nach etwa sechs Wochen wieder möglich. Direkte Sonneneinstrahlung auf die Narben sollte für mindestens sechs Monate vermieden werden. Gezielte Narbenpflege unterstützt ein optimales Ergebnis.
Da bei Asymmetriekorrekturen häufig unterschiedliche Techniken auf beiden Seiten zum Einsatz kommen, kontrolliere ich den Heilungsverlauf besonders engmaschig und stehe Ihnen bei Fragen jederzeit zur Verfügung.
Wie bei jeder Brustoperation können vorübergehende Sensibilitätsstörungen der Brustwarze, Schwellungen, Blutergüsse und Wundheilungsstörungen auftreten. Da bei einer Asymmetriekorrektur häufig verschiedene Techniken auf beiden Seiten kombiniert werden, ist eine gewisse Restsymmetrie möglich – eine absolut identische Brustform lässt sich auch chirurgisch nicht in jedem Fall erreichen. Das Ziel ist eine deutliche Harmonisierung, die im Alltag und in Kleidung nicht mehr auffällt.
Aufgrund meiner fundierten Ausbildung und langjährigen Erfahrung in der Brustchirurgie kann ich die Risiken auf ein Minimum reduzieren. In einem ausführlichen Aufklärungsgespräch bespreche ich alle Risiken transparent mit Ihnen.